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Wet and Dirty

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Nein, dieser Titel kuendigt nicht einen neuen Film mit Gina Wild an, sondern beschreibt unser allgemeines Erscheinungsbild waehrend unserer letzten Dschungeltour.

Unter Lianen mit dem Kanu

Eigentlich lag die Tour ausserhalb unseres Budgets, aber nachdem wir ziemlich schnell festgestellt haben, dass das zentrale Hochland Ecuadors keine grosse Abwechslung zu Peru bietet, hatten wir den Eindruck, wir sollten nochmal etwas anderes machen. In Ecuador mussten wir erkennen, dass der vermutlich einzige Nachteil unserer langen Reise darin besteht, dass es inzwischen ein bisschen mehr braucht, um uns zu beeindrucken. Wir haben in den letzten Monaten einfach schon so viele faszinierende Dinge gesehen!
Um Ecuador also nicht als langweilig abzustempeln, haben wir uns dazu entschieden fuer 5 Tage in den ecuadorianischen Teil des Amazonasbeckens in das Cuyabeno-Reservat zu fahren. Die Vorstellung per Kanu das Labyrinth der Schwarzwasserfluesse von Cuyabeno zu erkunden und dabei die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des umgebenden Dschungels zu entdecken, war trotz anfaenglicher finanzieller Vorbehalte einfach zu verlockend!

Am Parkeingang angekommen, sind wir mit dem Kanu abgeholt worden und mussten erstmal ueber 3 Stunden in die Tiefe des Dschungels fahren bis wir bei unserer Lodge angekommen waren.

Unsere Lodge im Cuyabeno Dschungel

Unser Zimmer in der Cuyabeno Lodge

Dort wurden wir als erstes mit Regenponcho und Gummistiefeln ausgestattet. Gleich bei unserer ersten Wanderung mussten wir feststellen, dass dies zwei unverzichtbare Utensilien fuer die Gegend sind: Wir sind mehrfach knietief im Schlamm eingesunken und es hat wie aus Kuebeln auf uns geregnet. Im Cuyabeno Reservat haben wir definitiv unsere feuchteste Regenwald-Erfahrung erlebt.

Victor, the Jungle Master
Dschungel-Fuehrer Victor leitet uns durch den Matsch

Jeden Tag sind wir mit dem Kanu von unserer Lodge zu neuen Exkursionen aufgebrochen. Vom Boot aus haben wir Voegel wie schwarze Tucane, Kolibris und Papageien sowie Affen und riesige, bunte Schmetterlinge gesehen. Fuer einen kurzen Moment ist sogar der rosafarbene Suesswasser-Delfin vor uns aufgetaucht. In der Laguna Grande haben wir nach Piranhas gefischt und auf dem Heimweg haben wir in der Dunkelheit Ausschau nach den rotfunkelnden Augen der Kaimane gehalten.

Piranha Fishing in Cuyabeno
Beim Piranha-Fischen

Wir haben auch taeglich an verschiedenen Stellen angelegt, um den Dschungel zu Fuss zu erkunden. Auf den Wanderungen hat uns unser Fuehrer Victor erklaert, wie die Einheimischen die lokale Pflanzenwelt nutzen. Wir haben u.a. einen Pilz kennengelernt, der als Verhuetungsmittel genutzt wird, einen Baum gesehen, mit dessen Oel man die Haare pflegt und ein Baumharz beschnuppert, dass als Feueranzuender dient. Wir waren beeindruckt von seinem Wissen, aber auch von seinem gut trainierten Blick fuer die versteckte Tierwelt. Ohne ihn haetten wir nie den braunen Frosch gesehen, der die Form eines Blattes angenommen hat, ganz zu schweigen von den winzigen Froeschen, die nicht groesser sind als ein Daumennagel oder der Baby-Boa ueber unseren Koepfen.

Kleiner Frosch macht sich noch kleiner
Däumeling

Wir sind auch an ein paar Kakaopflanzen vorbei gekommen, die Victor fuer uns geoeffnet hat. Wir waren ueberrascht zu sehen, dass die eigentlichen Bohnen von einem weissen, weichen Fruchtfleisch umgeben sind, das man ablutschen konnte und das sehr suess geschmeckt hat.

Da viele Tiere des Dschungels nachtaktiv sind, durfte eine Nachtwanderung natuerlich nicht fehlen. Dabei haben wir jede Menge Skorpione, dicke Wolfsspinnen und Stabheuschrecken gesehen. Bei der Rueckkehr in die Lodge hat auch noch eine riesige Tarantel vor unseren Schlafraeumen auf uns gewartet. Danach hat nicht mehr jeder so ruhig in der offenen Kabine geschlafen…

Dicke Tarantel

Viel Spass hatten wir bei der alten Dschungel-Omi, mit der wir Brot aus Yucca (Maniok) gebacken haben. Zuerst mussten wir die Wurzeln ausbuddeln und waschen, um sie dann auf einer riesigen alten Reibe in ein umfunktioniertes Kanu zu reiben. Nachdem das Yucca ausgepresst und gesiebt wurde, konnte es ohne weitere Zutat in der Pfanne zu einem Fladen gebacken werden. Wie von Zauberhand klebte alles zusammen und schmeckte gross und klein mit oder ohne Marmelade.

Yucca wird gerieben im Kanu Yucca wird gerieben
Yucca-Fladenbrot wird gebacken Yucca-Brot mit Marmelade - das schmeckt!

Besonders positiv ueberrascht waren wir von dem Besuch bei einem Schamanen, weil es nicht eine dieser folkloristischen Menschenbeschauungen war, sondern ein sehr lehrreiches Treffen mit einer Autoritaet des Cuyabeno-Dschungels. Er hat uns berichtet, wie er von seinem Vater 30 Jahre lang unterwiesen wurde, bis er reif war fuer die Abschlusspruefung. Diese bestand in einer 24 stuendigen, von Rauschmitteln beeinflussten Traumreise, bei der ihm von den Goettern und Geistern des Waldes die letzten Geheimnisse zur Wirkungskraft der Pflanzen offenbart wurden. Nach diesem fuer uns so aussergewoehnlichen Bericht, war er fuer all unsere Fragen offen. So haben wir in einem netten Gespraech viel ueber seinen Alltag und sein Wirken erfahren. Was fuer eine Begegnung!

Dschungel-Schamane

Als wir nach 5 Tagen abgefahren sind, war unser Rucksack voller feuchter, muffiger Klamotten und unser Kopf voller neuer Eindruecke, von denen wir noch immer sprechen!

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A Souvenir Collection

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¨I am not naked I am just nude¨
said Daniel after to many Cuba Libre when he was running around Robinson island without any clothes on, Kuna Islands, Panama

¨I thought: just do it the presidential way. You are young only once but you can be immature all your life. I am practicing.¨
said Bob when he was asked why he turned around on the staircase of the airplane to wave to the crowd, Galapagos

¨You are a lucky man. All you need to remember are two words: Yes, dear.¨
said Bob to Friedrich, Galapagos

¨My friend said Lima is just like Thailand: cheap beer, cheap cocaine, cheap women. That’s why I came here.¨
said an English travel bum who felt free to annoy everyone with his ¨travel wisdom¨, Arequipa, Peru

„For me your hands are not dirty“
said a Maori man who helped to change a tyre when Friedrich wanted to wipe off his dirty hands before shaking hands to say goodbye, on the road, New Zealand

¨Are we going to see an owl?¨
asked a birdwatcher-lady who looked exactly like an owl, Eungella NP, Australia

¨There are so many Germans travelling – are there any left in your country?!?¨
asked a hostel owner in Mackay, Australia

¨If you drink a Bhang Lassi (Marihuana Milchshake) before taking the bus it does not feel like driving in a bus, its like flying on a carpet!!“
said a wise Indian man, Rajasthan, India

¨How is stone for you?¨
asked an Ayurveda expert a couple of days after giving a ¨special stone¨ to Sarah as a present, Udaipur, India

¨In Israel we have everything!¨
said Efrat explaining the advantages of her country, Burma

¨I hope we get pancakes!!…but if the pancakes are small it will be even more disappointing!¨
said Efrat during a trekking tour in the middle of nowwhere, Burma/Myanmar

¨You very beautiful! You must be Miss Beautiful of your Munich University!“
said a Burmese couple in the nightbus admiring Sarahs light complexion, Burma

The Galapagos Islands

You have too much money and wonder how to spend it? We can recommend to go travelling! You don’t have much time? Then go to the Galapagos Islands – on these unique islands 1000 km away from the Ecuadorian coast you will get rid of a lot of money in very short time. In five days you spend more than other people spend in five months in India. Yes, that’s a bit crazy, but it’s worth it!!

Galapaos Islands

Galapaos Islands

After 8 months of serious backpacking we spoiled ourselves and went on a first class cruise ship for which we got a good last minute deal. We chose this particular boat because it went to the more remote places where you can observe bigger colonies of all kinds of animals without sharing the place with other tour groups.
Coming on board the ship we were amazed by the size of the lounge which was probably already the size of our apartment in Munich. Our cabin was much bigger than most of our hotel rooms. Our shower had 24 hour hot water – a standard that some places on the mainland still don’t meet.

Seaman II

Lounge von Seaman II Our cabin on the ¨Seaman II¨, Galapgos Islands

Booking this ship we were highly looking forward to a dramatic change of our every day food. The South American diet of a chicken soup with rice and then rice with potato and chicken tastes good from day one to three, but after a while you wish for more inspiration, but you can be sure to be disappointed. The rich buffet on board was certainly not disappointing and we probably even gained weight during the cruise, because we simply couldn’t resist to try everything. It seemed that we were fed all the time. Whenever we got back from an excursion either on land or in the water the bartender had prepared some snacks and a delicious drink. We are still thankful for the hot chocolate they offered every time after snorkeling in the freezing cold ocean. The crew members were all wonderful and the service was always excellent, we just couldn’t have hoped for more! Our guide was maybe a little bit of a cold fish but he was very knowledgeable about Galapagos. This was very important for us because in the end its for the unique wildlife that everyone comes to the islands and not for the dinner buffet.

Galapagos Riesenschildköte, Galapaos Islands Marine Iguanas, Galapaos Islands

If you have ever been wildlife-watching before (where you are used to spot the animals from a secure distance and sometimes you do not get to see them at all) your wildlife world will be turned upside down. You get to be so unbelievable close to all the different animals – not even in a zoo you will ever come that close! Very often sea lions and iguanas were blocking the way so that we had to watch out not to step on them! Our guide explained that the Galapagos animals have rarely seen human beings hunting in the area that’s why they do not perceive humans as a threat and they have not developed a flight instinct towards us.
We remembered our wild life watching in New Zealand with all the warning signs that tell you how far you have to stay away from the animals so they are not disturbed. Especially sea lions feel easily threatened on land and they will attack if you do not keep a distance of at least 20m. But on the Galapagos Islands you come so close, even when the babies are being nursed, that its hard to resist not to reach out to pet the cuddly sea lions.

Sarah und Seelöwe, Galapaos Islands

Baby Seelöwe wird gestillt, Galapaos Islands

Auf die Knie fürs beste Foto!

We were not only amazed by the vicinity to the animals but also by the huge amount of them. In a spot nicknamed „Iguana City“ we first noticed only lava stones and some iguanas on the pathway – until we realized that everything we had perceived as lava stones were iguanas too!
We did not only have great wildlife encounters on land but also in the water. We swam with sea lions and huge marine turtles (because of bad under water visibility Sarah almost bumped into three or four of the turtles). An unforgettable experience!

Marine Iguanas und Friedrich, Galapaos Islands
Friedrich in „Iguana City“

Blue Footed Boobie, Galapaos Islands
Blue Footed Boobie

But the best cruise can be ruined if you have unpleasant companions on board. Luckily we shared the boat with 14 other very sympathetic passengers. We were all very different which resulted in a very interesting mix of people. There was the American Economy Professor with his adopted son from China, then there was the backpacking French-German couple who are also traveling for a year around the world, then the American family where the mother worked as a professional singer and violinist until she broke her wrist. On the occasion of a birthday she impressed us by singing a couple of songs and entertaining the whole table. Last not least there was another lovely American family with two teenage daughters. We were amused to hear that the father named his first daughter „Beverly Diana“ after some main characters of his favorite TV series. The ones who think now of Doctor Beverly Crusher and Counselor Diana Troy have outed themselves as well informed Star Trek fans. We were wondering how he would have called his first son? Data Worf or simply Jean-Luc?!

Galapaos Islands Sarah die Galapagosriesenschildkröte

Gringos auf Abwegen

Bis Machu Picchu sind wir noch dem gaengigen Gringotrail gefolgt, danach wollten wir jedoch den ausgetretenen Touristenpfad verlassen und das Leben in den entfernten Bergdoerfern der Anden entdecken. So haben wir uns zunaechst nach Ayacucho aufgemacht.
Plaza de Armas von Ayacucho
Hauptplatz ¨Plaza de Armas¨, Ayacucho

Strasse von Lehmhaeusern, Ayacucho
Einfaches Wohnen in Lehmhaeusern, Ayacucho

Auf der Landkarte ist es von Cusco aus nur ein Katzensprung, aber ungeteerte und holprige Strassen, die sich in endlosen Serpentinen um die Berghaenge kringeln, sorgen fuer eine Fahrtzeit von rund 22 Stunden. Bei diesen Busfahrten kann man sich auf viel Lokalkolorit gefasst machen: die Busse sind ueberfuellt, dicke Frauen in traditioneller Tracht setzen sich gerne halb auf den Schoss von Fahrgaesten mit reserviertem Sitzplatz, aus Plastiktueten dampft einem die selbstgekochte, knoblauchhaltige Bohnensuppe entgegen und aus den Lautsprechern droent andine Panfloetenmusik. Unterwegs steigen fuer eine schnelle Verkaufsrunde allerlei Haendler zu, die sich mit warmem Essen, Obst, Getraenken oder wundersamen Medikamenten durch die Reihen quetschen. Wartezeiten an Baustellen werden von klugen Hausfrauen der Umgebung geschickt als Nebenerwerbsstaette genutzt, indem sie an provisorischen Staenden gegrilltes Cuy (Meerschweinchen) und Choclo con queso (Mais mit Kaese) anbieten.

Diese Pausen sind eine willkommene Verschnaufspause von der teilweise haarstraeubenden Fahrt. Die Strassen verlaufen einspurig entlang steiler, ungesicherter Berghaenge. Das heisst jedoch nicht, dass die Strassen auch nur einspurig genutzt werden. So ist immer ein gewisser Nervenkitzel dabei, wenn mal wieder hinter einer blinden Kurve ein Laster auftaucht und der Busfahrer bei eingeschraenkter Sicht und immer nur Centimeter vom Abgrund entfernt, zuruecksetzt, um dem Laster Platz zu machen.

Wenige Touristen nehmen diese Himmelfahrten auf sich, so dass man in Ayacucho – wenn man einmal heil dort angekommen ist – wieder deutlich aus der Masse heraussticht. Die Einheimischen begegnen den Fremden mit Freundlichkeit und sympathischer Neugier. Man wird auf der Strasse gegruesst, es werden Haende geschuettelt und gerne versucht man auch, die grossgewachsenen Auslaender in ein Gespraech zu verwickeln. Woher man komme und was man vom letzten Spiel der Fussball WM halte? Ayacucho ist ein Ort, den man weniger fuer eine Liste von Sehenswuerdigkeiten besucht, als vielmehr um ein Gefuehl fuer authentisches peruanisches Hochlandleben zu bekommen.

WM-Schauen in Ayacucho
WM-Schauen in Ayacucho

Nach einer weiteren unvergesslichen Busfahrt sind wir in Huancayo angekommen, von wo wir zu einer dreitaegigen Anden-Trekkingtour aufgebrochen sind. Mit unserem Guide Magali sind wir ins Taxi gestiegen um uns fernab von der Zivilisation auf 4000m mit dem lokalen Guide Walter, dem Traeger-Pferdchen Lisette und dem Geleitschutz bietenden Hund Camucha zu treffen. Als das arme Pferd mit den knapp 80kg mitgebrachtem Material (Gaskocher, Zelte, Lebensmittel etc.) beladen war, konnten wir unseren Trek starten.

Beginn unserer Anden-Trekkingtour

Lunch am schoenen Gletschersee, Anden-Trekking

Am ersten Tag ging es vorbei an Gletscher-Seen und schneebedeckten Berggipfeln zu unserem ersten Uebernachtungsplatz, wo wir unsere Zelte aufgeschlagen haben. Mittags haben wir Coca-Blaetter gegen die Hohenkrankheit gekaut und abends haben wir gegen die Kaelte Kuhfladen fuer ein Lagerfeuer gesammelt. Dann gings mit einer Waermflasche (in diesem Falle eine Plastikflasche gefuellt mit heissem Wasser) ab ins Zelt.

Kuhfladen-Sammeln fuer Lagerfeuer

Am Kuhfladen-Lagerfeuer

Als wir am naechsten Tag aus unseren Zelten gekrochen sind, waren wir von der Quelle der zahlreichen Kuhfladen umzingelt: eine Herde neugieriger Kuehe beobachtete verstaendnislos die aufgebauten Zelte und unser fruehstueckliches Treiben. 🙂
Der anschliessende Marsch ueber einen 4500m hohen Bergpass war aufgrund der duennen Luft recht anstrengend. Zudem gab es keinen Weg mehr und wir mussten erst ueber rutschiges Geroell aufsteigen, das wir auf der anderen Seite wieder hinabgeschlittert sind. Unser Ziel war der ¨Bauernhof¨ mit Schafen, Kuehen und Llamas von Signora America und ihrem Gatten.

Schlafen auf dem Schaefer-Hof, Anden-Trekking

Der ¨Hof¨ besteht aus ein paar einfachen, strohgedeckten Lehmhuetten, die im Inneren nicht mehr als ein Bett aus Erde und Stroh besitzen. Es gibt keine Toilette, dafuer aber ein separates Kuhfladen-Haus, um Brennmaterial fuer die Kochstelle zu lagern.

Haeuser der Schaefer, Anden-Trekking

Unser Lehmhaus bei den Schaefern, Anden-Trekking
Unsere Schlafstaette

Anstatt Brennholz - Kuhfladen Lagerhaus
Das Kuhfladen-Haus

Wir haben erstaunlich gut auf unseren Strohbetten geschlafen und waren am naechsten Tag rechtzeitig auf den Beinen, um beim Kuehe-Melken zu helfen. Die andinen Kuehe geben nicht mehr als 2 Liter Milch am Tag und lassen sich recht gut von Hand melken. Anschliessend wurde uns die noch warme Milch aus dem Eimer zum Trinken angeboten. Der Eimer war zwar von zweifelhafter Sauberkeit, aber was tut man nicht alles, um die Gastfreundschaft nicht zu verletzen! Ausserdem hat die Milch hervorragend geschmeckt! 🙂

Hinterbeine zusammbinden fuers Melken Sarah hilft beim Melken, Anden-Trekking

Ueber grasbewachsene Berghaenge ging es weiter vorbei an weiteren einfachen Schaeferhuetten. Da die Wege zu steil fuer Pferd Lisette waren, musste Walter einen anderen Weg mit den Tieren waehlen.

Friedrich wandert in den Anden

Schaefer-Huetten, Anden-Trekking

Als wir ihn am Endpunkt des Treks, wo das Taxi uns abholen sollte, wiedergetroffen haben, war er allerdings nur noch in Begleitung von Camucha. Das Pferd sei schon allein Richtung heimatlichem Stall vorausgegangen – es kenne ja den Weg. Als das Taxi dann kam, wurden wir darauf hingewiesen, bitteschoen nur auf der linken Seite Platz zu nehmen, da es irgendwelche Probleme mit der Achse gaebe. In Suedamerika lebt man etwas sorgenfreier, da stoert es nicht, wenn man mit einer beschaedigten Achse eine unbefestigte Bergstrasse entlang fahren muss. Fuer Camucha war kein Platz mehr im Wagen, so dass kurzerhand beschlossen wurde, der Hund koenne einfach neben dem Wagen mitlaufen.

Friedrich, Sarah, Walter, Magali und vorn Camucha

Und eine heisse Dusche spaeter sassen wir auch schon im Flieger nach Ecuador, wo wir uns als erstes eine Kabine auf einem Galapagos-Kreuzfahrtschiff gesichert haben. Doch davon mehr, wenn es wieder im Email-Postfach heisst: https://ummerum.wordpress.com !

Von Coca Tee, Höhenlagen und Inka-Ruinen

Peru hat einige buchstaeblich atemberaubende Schönheiten zu bieten, zu denen sich die Busse in unzähligen Kurven über die Andenpässe quälen. Von Arequipa ging es nochmal 1500 Meter hoeher in die Berge auf über 3800 Metern in das Staedtchen Puno am Titicacasee. Die Höhe hat uns anfangs ganz schön zu schaffen gemacht, glücklicherweise gab es in unserem Hostel den ganzen Tag über Tee aus Cocablättern, womit die Atemnot, das plötzliche Herzrasen und die Kopfschmerzen deutlich gemildert wurden.
In Puno haben wir uns einer Bootstour zu den ¨Islas Flotantes¨ angeschlossen. Diese schwimmenden Seegrasinseln werden seit Generationen von den Uros in schwieriger Handarbeit gebaut und ständig erneuert. Obwohl die Inseln inzwischen sehr touristisch sind, fanden wir die geführte Bootstour zu den Inselbewohnern sehr lehrreich und spannend.

Titimarca, Islas Flotantes

Ankunft in Titimarca, Islas Flotantes im Titicacasee

Essenszubereitung auf Titimarca

Da der Titicacasee aus der bolivianischen Perspektive landschaftlich noch interessanter ist, haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Grenze zu überqueren und einen Kurzaufenthalt in Bolivien einzulegen. Dort sind wir zur malerischen und sehr ursprünglich gebliebenden Isla del Sol übergesetzt, die wir in einer bequemen Tageswanderung, vorbei an Inkaruinen, von Nord nach Sued überquert haben.

Isla del Sol, Titicaca See (Bolivien)

Nach 48 Stunden waren wir wieder in Peru auf dem Weg in die ehemalige Inkahauptstadt Cusco. Mit seinen alten kopfsteingepflasterten Inkastrassen, den herrlichen Kolonialbauten und den imposanten Kirchen ist dies wohl die architektonisch reizvollste Stadt Perus. Schade nur, dass die Stadt voll und ganz auf Tourismus eingestellt ist und sich in jedem historischen Gebäude eine Trekkingagentur, ein Restaurante Touristico oder ein Souvenirshop befindet. Dadurch wirkt die Stadt leider recht kulissenhaft und wenig authentisch. Trotzdem haben wir es genossen ziellos durch die verwinkelten Gassen zu schlendern und mal wieder etwas Geschichte zu atmen.

Una bella plaza en Cusco

Von Cusco starten viele eine mehrtägige Trekkingtour zur berühmten Inka-Ruinenstadt Machu Picchu, dem Highlight jeder Perureise. Da aber die verantwortungsvollen Agenturen (Stichwort: Umweltschutz, Mindestlöhne, soziale Verantwortung gegenüber den Angestellten) weit ausserhalb unseres Budgets lagen und die Wege inzwischen touristisch sehr ausgetreten sind, haben wir uns entschlossen, an anderer Stelle durch die Anden zu trekken. Also sind wir mit dem Zug bis zum Fusse des Machu Picchu zu gefahren. Nach einer kurzen Nacht hiess es um 3.30 Uhr aufstehen. Um 4.00 Uhr morgens haben wir in völliger Dunkelheit den Aufstieg zum Machu Picchu mit unseren Stirnlampen bewaffnet begonnen. Über unzählige ausgetretene Inkatreppen klettert man den dicht bewaldeten Berghang in durchschnittlich 90 Minuten hinauf. Da am Eingang nur den ersten 400 ankommenden Besuchern der Zutritt zum benachbarten Berg ¨Waynapicchu¨ gestattet wird, haben wir uns etwas gesputet, sind die Treppen schwitzend und keuchend im Nebel hochgesprintet, um dann schon um 5.10 Uhr unter den ersten 20 am Ziel zu sein. Als dann die Tore um 6.00 Uhr endlich geöffnet wurden, lagen die Ruinen und die umgebenden Berge noch im morgendlichen Nebel versteckt und waren nur schemenhaft zu erkennen. Ein wahrlich mystischer Anblick!!

Machu Picchu im Morgennebel

Machu Picchu im Morgennebel

Es verwundert nicht, dass bei der Entdeckung 1867 die Inkastadt noch für eine heilige Tempelanlage gehalten wurde, denn der Ort besitzt eine sonderbar magische, wenn nicht spirituelle Aura. Beim Aufstieg auf den Waynapicchu hatten wir die Gelegenheit die majestätische Anlage nocheinmal von erhöhtem Standpunkt im Ganzen zu überblicken.
Machu Picchu bleibt letztlich unbeschreiblich. Es ist einer der Orte, die man nur begreifen kann, wenn man sie mit eigenen Augen gesehen hat.

Blick auf Machu Picchu von Waynapicchu

Machu Picchu

Landwirtschaftliche Terrassen von Machu Picchu

Bald erfaht ihr von unserer aufregenden Fahrt ins zentrale Hochland Perus und von unserer fantastischen Trekkingtour..!

Zeitreise nach Peru

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Auf unserem Flug von Neuseeland nach Suedamerika war das Flugzeug nicht nur ein Transportmittel, sondern auch eine Zeitmaschine. Wir sind ueber die Datumsgrenze geflogen und sind so nach 25 Stunden Reisezeit am gleichen Tag angekommen wie abgeflogen. 17 Stunden Zeitverschiebung und die lange Reise forderten ihren Tribut: Wir waren so muede, dass wir Lima verschlafen haben und nur zum Essen das Hotel verlassen haben. Selbst auf diesen kurzen Streifzuegen ist uns bereits wieder das geballte Strassenleben begegnet, das wir im ueberhaupt nicht mehr wilden Westen direkt vermisst haben: dampfende Essenstaende, unberechenbarer Verkehr und abgezogene Tierkoerper, die auf der Schulter zum naechsten Restaurant befoerdert werden.

Schuhputzer, Copacabana
Schuhputzer bei der Arbeit

Mit unserer Ankunft in Suedamerika hiess es aber auch das Alarmsystem wieder anschalten. Neben den uns aus Asien bekannten Abzocketricks, den interessanten Hygienestandards, der gebotenen Sorgfalt bei der Auswahl des Essens und den langen, kraefteraubenden Busreisen, kommt in Suedamerika noch ein neuer Aspekt hinzu: die persoenliche Sicherheit. Bewaffnete Ueberfaelle und No-Go Areas in Staedten stellen uns vor eine bisher unbekannte Herausforderung.
In dem Bewusstsein, dass das Reisen nun nicht mehr so bequem sein wuerde, wie noch in Australien oder Neuseeland haben wir uns fuer den Einstieg ein etwas besseres Hotel gegoennt. Wir wurden dort sehr herzlich empfangen und umsorgt wie die eigenen Kinder. Nachdem wir am ersten Tag das Fruehstueck verschlafen haben, hat uns Hotelbesitzer Senor Francis Kuchen aufs Zimmer schicken lassen.
Nachdem wir unsere Batterien wieder aufgeladen hatten, haben wir uns nach Nasca aufgemacht. Hier sind raetselhafte Geoglyphen, d.h. Bilder von z.B. einem Wal, einer Spinne, von Haenden oder Voegeln, in den Wuestenboden geritzt. Diese sogenannten Linien von Nasca entstanden vor rund 1500 Jahren und sie sind mit einer Laenge von bis zu 200 Metern einfach riesenhaft! Vom Boden sind sie kaum wahrzunehmen – so kann man den Peruanern auch nicht wirklich einen Vorwurf machen, dass sie durch eine der Figuren einen Highway gebaut haben. Erst beim Blick aus dem Flugzeug wurden die Linien in den 1920ern mehr durch Zufall wiederentdeckt!
Spider, Lines of Nasca

Oben: Spinne, Unten: Kolibri

Kolibri, Lines of Nasca

Welchem Zweck die Linien dienten, ist heute nicht mehr nachzuvollziehen. Die Theorien reichen vom ausgekluegelten Bewaesserungssystem bis zum kosmologischem Kalender mit religioesen Darstellungen. Vermutlich ist es gerade diese Aura des Geheimnisvollen, die die Linien von Nasca so faszinierend macht.
Angesichts der unklaren Sicherheit der kleinen Flugzeuge, die ueber die Linien fliegen, hatten wir zunaechst unsere Zweifel, ob wir den Flug ueberhaupt wagen sollten. Nachdem wir in Indien einen Chilenen getroffen haben, der im Februar durch den Absturz einer der Maschinen einen Freund und dessen Vater verloren hat, hatten wir uns eigentlich bereits fest entschlossen, nicht zu fliegen. Offenbar hat der Absturz aber zu erhoehten Sicherheitsstandards gefuehrt, so dass wir uns zu unserem Glueck doch noch haben ueberreden lassen.
Unsere Cessna in Nasca Sarah in der Cessna ueber Nasca
In James Bond Manier haben wir uns mit 2 anderen Passagieren und 2 Piloten in die kleine Cessna gezwaengt und haben 40 Minuten lang in steilen Kurven die Linien ueberflogen. Nicht nur reizvoll fuer die Augen, sondern auch fuer den Magen…!

Am gleichen Abend haben wir den Nachtbus nach Arequipa genommen. Dort hat uns eine schoene Altstadt im Kolonialstil erwartet, die auch einige interessante Museen zu bieten hat wie z.B. das Museum, in dem die Mumie des geopferten Inka-Maedchens Juanita mit all ihren Begleitgegenstaenden zu sehen ist. Das Maedchen wurde mit der Bitte auf bessere Erntezeiten den Goettern auf einem Gletscher in 5000m Hoehe geopfert und sowohl die Leiche als auch ihre Kleidungsstuecke, samt Taeschchen fuer Cocablaetter, sind im Eis tadellos erhalten geblieben. Was fuer ein faszinierender Einblick in die Vergangheit!
Ausserdem hat uns das noch heute bewohnte Kloster Santa Catalina begeisert, das eine eigene Stadt in der Stadt ist. Die dort lebenden Nonnen kamen aus sehr wohlhabenden Familien und hatten das Privileg nicht in Gemeinschaftssaelen, sondern in ihren eigenen Haeusern wohnen zu duerfen. So besitzt der Klosterkomplex heute 80 kleine Haeuschen.

Monasterio Santa Catalina, Arequipa Novizenzimmer im Monasterio Santa Catalina, Arequipa

Kueche im Monasterio Santa Catalina, Arequipa Monasterio Santa Catalina, Arequipa

Sarah hat in Arequipa ausserdem eine neue Freundin namens Empanada gefunden. Morgens, mittags und abends hat sie in Arequipa das Haus ihrer kleinen Freundin, die Empanaderia, aufgesucht. Ob gefuellt mit Pollo, Carne oder Queso y Jamon, Sarah hat die kleine Teigtasche zum Fressen gern!
Empanada, die Goettin der Teigtaschen

Ring of Fire

We can´t help it: New Zealand´s northern island stinks!!
Coming close to the island´s centre a funny smell of rotten eggs becomes more and more obtrusive. At first you might want to blame the person sitting next to you in the car until you notice that mother earth is the source of the smell. Clouds of steam are evaporating from the ground so that the entire landscape including forests, riversides and fields is fuming.
Steaming thermal landscape

At this point you know that Rotten- ehm – Rotorua, a city surrounded by all kinds of volcanic activity, can´t be far away. Rotorua is located on the so called ring of fire which also runs through places like California or Japan and crosses vertically through the centre of the northern island of NZ. Here you have the chance to observe every possible formation which a volcano can adopt.
The first destination on our exploration-tour of NZ´s volcanos was the Tongario National Park where 3 stunning volcanos can be admired. One of them, Mount Ngauruhoe, have probably all of you already seen when he starred as Mount Doom (Schicksalsberg) in Lord of the Rings as the mountain where the Hobbits had to destroy the evil ring. We did not come to admire the original movie setting, we were looking forward to trek the famous ¨Tongario Crossing¨. This trek is praised to be one of the world´s finest day treks passing beautifully coloured volcanic lakes until it reaches Tongario´s crater. Unfortunately we did not come at the right time of the year. It was very disappointing to find out that the trek was closed due to heavy snow and winds. 😦
So we continued our trip and made our way to the ¨Wai-O-Tapu Thermal Wonderland¨. Here a geyser shoots a 20 m high fountain of hot water in the air. This happens every day at 10.15am which leads to the question how come the geyser is always on time and how does he know when to switch to daylight-saving time?! The simple reason is that a warden pours some organic soap into the geyser at 10.14 which leads to the eruption a minute later. But Wai-O-Tapu has a lot more to offer than just one attraction, it truely is a volcanic wonderland with its colourful volcanic lakes, bubbling mudpools, steaming rocks and boiling waterholes.
Lady Knox Geyser Lady Knox Geyser

Wai-O-Tapu Thermal Wonderland Champagne Pool, Wai-O-Tapu

Volcanic Mud Pool, Rotorua

Not far from Wai-O-Tapu we found a beautiful thermal bath where we spent a very relaxing evening in the outdoor pools with temperatures ranging from 35ºC to 42ºC. Here we treated our aching muscles after walking all day in the cold.
Long before European settlers arrived the Maori had already experienced the benefits of all those thermal activities around Rotorua. It was a convenient location for their settlement since they had here hot water for bathing and cooking. Today it is possible to get an idea of the traditionally prepared Maori food at a ¨Hangi¨- dinner show. While the food is being prepared in a hot earth-oven, a group of Maori warriors will yell at the guests rolling their eyes and sticking out their tongues during their war dance, the ¨Haka¨. Ok, the show is super touristy and it is obviously more entertaining than educating, food and culture are prepaired to be easily digested. But still it was good fun and it is a unique experience 🙂
Our journey on NZ´s ring of fire ended at the ¨Hot Water Beach¨ of Coromandel Peninsula where hot thermal water runs down the beach right into the ocean. We could not resist the idea of digging our own hot pot right at the beach! Once we were there we jumped into our swimmers, went to the kiosk to rent a spade and walked up to the beach. It did not take us long to find out where the hot spot might be since we were not the only ones keen on digging their own water hole. Can you think of a better way to spend a relaxing afternoon – sitting in your private hot water pool right at the beach with a five-star ocean view??
Digging a hot pool at Hot Water Beach, Coromandel Peninsula

Sarah geniesst ein Bad im heissen Thermalpool am Hot Water Beach

Bade- und Grabespass am Hot Water Beach

Have a look on the map to get an idea of our complete trip around NZ´s northern island:

Five things I wanted to do before I die

One of the wonderful aspects about a long journey is that one gets a lot of opportunities to try something new which sometimes involves to take a bit of courage, too. Sarah for example always admired everyone who is paragliding high up in the sky thinking that it must be beautiful to fly so smoothly through the air. But being afraid of heights she never considered to get clicked in a parachute herself. Well, New Zealand offers an amazing landscape which seems to be just made for all kinds of outdoor activities. „Now or never“, Sarah thought and she gave it a fly.

1. Paragliding
One sunny morning we found ourselves standing on the hills of Nelson ready to jump off the edge. Sarah loved the flight with all its climbing up the thermos and spiralling down. Friedrich on the other hand experienced that eating a cheese sandwich shortly before take off is not a very good idea. Unfortunately he felt quite seasick in the air.
Getting started Sarah in the air

Friedrich in the air View from in the air

2. Rafting
Another adrenalin activity we wanted to do for so long is rafting down a river. Despite the suboptimal weather conditions (rain and only 15 C) the rafting turned out to be great fun, the highlight of the tour was falling down a 7 meter high waterfall. In the end we even jumped into the icy river by choice for a short swim. 🙂
Coming down the 7meter waterfall

Rafting

3. Swimming with Dolphins
As we were by now used to swim in ice-cold water we put on the wetsuits one more time. This happened in the Bay of Plenty (Tauranga) which is blessed with several big pots of dolphins. We chose the boat of Captain Butler because he offered to swim freely (no holding on to a rope) with the animals in the open sea. But it turned out that we were still supposed to hold on to the boat which pulled us through the water according to the speed of the dolphins. Butler explained that the crew experienced that the dolphins stay this way a lot longer with the swimmers because they don’t get scared by any wild and excited movements of the people in the water.
Delfinschwimmer

Boot zieht uns fuer Delfinschwimmen durchs Wasser

A group of about 150 dolphins accompanied us in deed for a long time. Sometimes there were as many as 30 dolphins swimming right next to or diving below the people in the water. For us swimmers it was breathtaking to see when they all of a sudden emerged from the dark depth of the ocean and how they speeded up to us. The more curious dolphins came closer and turned on their side to have a better look at us. In those moments we all forgot how freezingly cold the water actually was.
Delfine umkreisen unser Boot, Tauranga

Now we appreciate Butlers approach because he lets the animals control the encounter and makes sure they feel comfortable all the time which also gives the swimmers the chance to come much closer to the animals.

4. Changing a Tyre
During our trip in NZ we were confronted with another challenge which we did not really plan on. But at least this gave Friedrich the opportunity to perform as a true man in front of his girlfriend.
Curious to see two beautiful waterfalls we took a 35km long bumpy gravel road; it took us an hour to reach the waterfalls.
Bridal Veil Fall, Te Mata
When we came back from the viewing platform our happy-mood-mode was soon to be switched off: Obviously enough the gravel road had punctured one of our tyres which was all flat by now. In the beginning the changing -tyre-mission seemed to be completed very successfully soon – until we noticed that our jack (Wagenheber) was to low and we could not attach the new tyre. Being quite lost in the middle of nowhere desperation began to crawl upon us. Luckily there was a Maori man sleeping in a car close by. We honked a couple of times to wake him up. He turned out to be a more than helpful man and we were relieved to hear that he had all the equipment we needed. After we had changed the tyre all together he even invited us to have a tea with him afterwards at his office.

5. Seeing the Glowworm-Milkyway
Seeing glowworms is probably not on everyone’s top five list – and be sure it was not on ours either until we went to the Glowworm Cave in Waitomo. There you find an amazing range of caves with underground rivers, stalactites and the famous glowworms.
The Glowworms are attached to the rocks above the underground rivers producing a white-blueish light. They are immitating the stars in the sky to attract other insects which they catch with their long sticky threads. Unfortunately nobody is allowed to take a photo of the glowworms as this dims or even destroys their light. We can only show you a mediocre picture from the internet to give you a little bit of an idea.
Glowworm Cave, Waitomo
But these glowworms can only be truely appreciated if you see them yourself. The sight is beyond comparison!! The superlatives in our guidebook were mere understatement. When we got on the boat to float through the glowworm tunnel our jaws dropped: There are thousands if not millions of glowworms which create a whole galaxy full of stars inside the cave! This magical experience made it all worthwhile to travel to the other end of the world!

„For me your hands are not dirty“
said the Maori man who helped to change the tyre when Friedrich wanted to wipe off his dirty hands before shaking hands to say goodbye.

Ein Leben wie die Goetter in Neuseeland

by

Wenn die Goetter Wein trinken, kommen sie nach Frankreich und wenn sie eine Spritztour machen wollen, fahren sie Australiens Great Ocean Road entlang – so hiess es zumindest in unserem Australien Reisefuehrer. Wir sind jedoch der Meinung: Wenn die Goetter dann nach Neuseeland kommen, geben sie den Olymp auf fuer ein Leben im Campervan. Denn Neuseeland hat mehr als nur eine Great Ocean Road zu bieten – das ganze Land ist eine einzige Scenic Road!
Wir haben es nicht anders gemacht, als die Goetter es machen wuerden und durchqueren in den naechsten Wochen samt Tisch und Bett das Land in unserem „Jucy Cruiza“-Campervan. Da es hier bereits etwas winterlich wird, haben wir uns fuer ein etwas gemuetlicheres Model entschieden, bei dem man tagsueber bequem auf dem Sofa sitzt und von drinnen kochen kann und die Nacht im komfortablen Doppelbett verbringt.
Cruisen im Cruiza

Unser "Jucy Cruiza" mit Couch und Tisch Unser Campervan mit Bett
Kurvige Strassen entlang tosender Kuesten und steile Fahrten ueber wolkenverhangene Bergpaesse lassen uns mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 80kmh recht gemaechlich durch das Land tuckern. Neuseelands Suedinsel ist ein einziges Fotomotiv, nahezu im Minutentakt koennten wir Fotostopps einlegen, aber wir haben nur noch rund fuenf Monate Reisezeit. So muessen wir uns damit begnuegen, viele Bilder im nur Kopf und nicht auf unserer digitalen Speicherkarte zu sichern.
Inzwischen sind wir schon seit 2 Wochen unterwegs und ueber 2000km gefahren. Damit es etwas anschaulicher wird, haben wir eine Karte mit unserer Route eingefuegt.


Wie man sieht, ging es von Christchurch mit seinem neogotischen Zentrum ueber den Arthurs Pass – durch nebelige Bergwelten und vorbei an reissenden Wasserfaellen – quer ueber die Insel bis zur regnerischen Westkueste. Hier erwartet den europaeischen Besucher ein ungewohnter Anblick: ein rauschendes Meer liegt schneebedeckten Gletschern zu Fuessen. Wir haben hier Halt gemacht, um bis zum Blauen Eis der Gletscher Franz Josef Glacier und Fox Glacier zu gelangen.
Blue Ice of Fox Glacier Blue Ice of Fox Glacier Reflection of Franz Josef Glacier Alpengluehen Fox Glacier
Die majestaetische Bergwelt wurde bald von einem gruen-weiss gepunkteten Landschaftsbild abgeloest, als wir auf unserem Weg zum Fiordland National Park weit und breit nur gruenes, huegeliges Weideland mit unzaehligen, grasenden Schafen erblickten. Auf unserer Bootsfahrt durch den Fjord „Milford Sound“ ging es vorbei an Wasserfaellen, verschneiten Bergkuppen und Robben.
Mehr Schafe als man zaehlen kann
Milford Sound, Fiordland NP
Mehr neuseelaendische Tierwelt gab es an der Ostkueste zu entdecken. Auf der Halbinsel vor Dunedin haben wir uns bei Strandspaziergaengen auf die Suche nach Seeloewen begeben und tatsaechlich einen entdeckt, der von uns offenbar bei seiner Mittagsruhe gestoert wurde. Bei Einbruch der Dunkelheit haben wir dann muxmaeuschenstill baeuchlings im Sand gelegen, um unbemerkt scheue Pinguine bei ihrer Rueckkehr vom Meer zum Nistplatz zu beobachten. Weiter im Norden in der Stadt Kaikoura sind Pottwale bei Bootstouren zu beobachten. Die Wale kommen fuer ca. 15min zum Luftholen an die Wasseroberflaeche, man sieht den Wasserausstoss, Teile des Koerpers und die Fluke beim Abtauchen. Auch wenn man vom Boot aus nur rund 10% des Tieres zu Gesicht bekommt, ist die Groesse dieser Meeresbewohner schlicht beeindruckend. So sieht man auf dem unteren Foto nur den Kopf des Pottwales!
Pottwal Fluke

Whale Watch Boat spotting a Sperm Whale
Als Bonus haben wir auch noch einige Hector Delfine, eine dicke Robbe, die uns mit der Flosse gewunken hat und jede Menge Albatrosse gesehen. Auf der Weiterfahrt haben wir uns ueber das Warnschild „Achtung Robben“ gewundert. Kurz darauf konnten wir allerdings feststellen, dass das Schild durchaus seine Berechtigung hatte: zahlreiche Pelzrobben haben sich am Fahrbahnrand im Gras geraekelt und ein faules Nickerchen gehalten. Die aktiveren Jungtiere haben sich einige Meter weiter in kleinen Felsenpools gedreht und gewendet.
Achtung Robben!

Robben an der Kuestenstrasse
Ziel unserer Fahrt war die Stadt Nelson im Norden der Suedinsel, wo wir auf gutes Wetter warten mussten, um zum naechsten Abenteuer aufzubrechen. Um was es sich dabei genau handelt, erfaehrt der treue Leser im naechsten Artikel…

Eastcoast

Elly and John have kept their promise: Melbourne is our favourite city compared to all the other towns we visited afterwards. The Eastcoast is packed with cities which lack in a geographical and metaphorical sense a beating heart. Disappionting enough most towns along the northern part of the coast don’t even offer a beach although the ocean is right at the doorstep. If there are beaches close by they don’t neccessarily promise a nice swim. Australia is famous for its hostile environment, so be sure that poisonous jelly fish (stingers), strong currents or hungry sharks will take some of the fun away. Before we could immerge into the water on our dive and snorkel trip to the Great Barrier Reef, we had to squeeze ourselves into the skintight stinger suits. The suits did not only protect us from the jellies but also pressed our bodyfat in between the inner organs, so that a once mediocre physique was optimized up to pure divine delight. After this magical transformation our breath was taken away – not by the tight stinger suit, but by the incredible underwater life. We found ourselves among coral and fish of all colours, sizes and shapes. Also a Giant Maori Wrasse came along to have a look at us. He is a curious and friendly fellow who is known for sucking off masks from snorkeller’s faces.
Whitsunday Islands Inside the boat
There were more funny creatures to be discovered on our 3 day sailing trip through the Whitsunday Islands. Although it was raining a lot, which made the sailing unfortunately less enjoyable, we hopped off the boat for more snorkelling and some bushwalking. We came unexpectedly close to some tree ants – probably too close, if you would ask the little insect. These tree ants carry a vitamin C drop on their bum. We followed Aboriginal food costums, picked the ants up and licked their behind for a piercing shot of vitamin C. Apart from the mouth watering seafood platter for 2 which we ordered in beautiful and posh Noosa this was the foody highlight in Australia’s culinary world of spongy white bread, fish’n’chips and burgers.
VitaminC-Ameisen

Schon mal nen Ameisenpopo geleckt?
But Australia’s nature on the other hand has some world-class wonders to offer. We think Fraser Island, the worlds biggest sand island, is definitely one of them. On a 2 day jeep safari our guide Jerrard drove us on sand tracks across the island showing us its most scenic spots. With a scenery so diverse, ranging from rainforest and Sahara-like sanddunes and pristine beaches to turquoise lakes, Fraser Island is stunning and a natural highlight.
Fraser Island Sarah auf Fraser Island Urwald Blaetter, Fraser Island Maheno Shipwreck, Fraser Island
Leaving the island we knew that our hearts would be pounding faster soon when we see the familiar faces of our friends Anja and Dan from Munich again in Brisbane. Coincidentally, they happend to visit Australia at the same time and we managed to arrange an appointment. We strolled with them around Brissie’s charming city centre where historic and modern architecture meet and talked for hours. Too quickly we had to say goodbye as we were heading in different directions.
Our stay in Australia was almost over so we took advantage of our collected bonus miles and flew for free with Quantas to Sydney. After 4 weeks of either boring or artifical tourist towns Sydney’s lively and cosmopolitan atmosphere was a longed for change of scenery. We walked up and down the streets of different quarters, went from Paddy’s market with our fresh veggies to the winged Opera house, bought some books in stylish Newtown and had a coffee in cozy Glebe where we also had a look at some elegant victorian villas. Last maybe least we walked along famous but uninspiring Bondi beach.
Sydney Opera
In Australia we realized how much you grow with your travels and how aims and expectations shift. Australia’s landscape can be truely fascinating and the locals are remarkably friendly, but after five months in Asia where we experienced everyday big cultural differences, we missed the input and personal challenge.