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Von Coca Tee, Höhenlagen und Inka-Ruinen

by - 29 Jul 2010

Peru hat einige buchstaeblich atemberaubende Schönheiten zu bieten, zu denen sich die Busse in unzähligen Kurven über die Andenpässe quälen. Von Arequipa ging es nochmal 1500 Meter hoeher in die Berge auf über 3800 Metern in das Staedtchen Puno am Titicacasee. Die Höhe hat uns anfangs ganz schön zu schaffen gemacht, glücklicherweise gab es in unserem Hostel den ganzen Tag über Tee aus Cocablättern, womit die Atemnot, das plötzliche Herzrasen und die Kopfschmerzen deutlich gemildert wurden.
In Puno haben wir uns einer Bootstour zu den ¨Islas Flotantes¨ angeschlossen. Diese schwimmenden Seegrasinseln werden seit Generationen von den Uros in schwieriger Handarbeit gebaut und ständig erneuert. Obwohl die Inseln inzwischen sehr touristisch sind, fanden wir die geführte Bootstour zu den Inselbewohnern sehr lehrreich und spannend.

Titimarca, Islas Flotantes

Ankunft in Titimarca, Islas Flotantes im Titicacasee

Essenszubereitung auf Titimarca

Da der Titicacasee aus der bolivianischen Perspektive landschaftlich noch interessanter ist, haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Grenze zu überqueren und einen Kurzaufenthalt in Bolivien einzulegen. Dort sind wir zur malerischen und sehr ursprünglich gebliebenden Isla del Sol übergesetzt, die wir in einer bequemen Tageswanderung, vorbei an Inkaruinen, von Nord nach Sued überquert haben.

Isla del Sol, Titicaca See (Bolivien)

Nach 48 Stunden waren wir wieder in Peru auf dem Weg in die ehemalige Inkahauptstadt Cusco. Mit seinen alten kopfsteingepflasterten Inkastrassen, den herrlichen Kolonialbauten und den imposanten Kirchen ist dies wohl die architektonisch reizvollste Stadt Perus. Schade nur, dass die Stadt voll und ganz auf Tourismus eingestellt ist und sich in jedem historischen Gebäude eine Trekkingagentur, ein Restaurante Touristico oder ein Souvenirshop befindet. Dadurch wirkt die Stadt leider recht kulissenhaft und wenig authentisch. Trotzdem haben wir es genossen ziellos durch die verwinkelten Gassen zu schlendern und mal wieder etwas Geschichte zu atmen.

Una bella plaza en Cusco

Von Cusco starten viele eine mehrtägige Trekkingtour zur berühmten Inka-Ruinenstadt Machu Picchu, dem Highlight jeder Perureise. Da aber die verantwortungsvollen Agenturen (Stichwort: Umweltschutz, Mindestlöhne, soziale Verantwortung gegenüber den Angestellten) weit ausserhalb unseres Budgets lagen und die Wege inzwischen touristisch sehr ausgetreten sind, haben wir uns entschlossen, an anderer Stelle durch die Anden zu trekken. Also sind wir mit dem Zug bis zum Fusse des Machu Picchu zu gefahren. Nach einer kurzen Nacht hiess es um 3.30 Uhr aufstehen. Um 4.00 Uhr morgens haben wir in völliger Dunkelheit den Aufstieg zum Machu Picchu mit unseren Stirnlampen bewaffnet begonnen. Über unzählige ausgetretene Inkatreppen klettert man den dicht bewaldeten Berghang in durchschnittlich 90 Minuten hinauf. Da am Eingang nur den ersten 400 ankommenden Besuchern der Zutritt zum benachbarten Berg ¨Waynapicchu¨ gestattet wird, haben wir uns etwas gesputet, sind die Treppen schwitzend und keuchend im Nebel hochgesprintet, um dann schon um 5.10 Uhr unter den ersten 20 am Ziel zu sein. Als dann die Tore um 6.00 Uhr endlich geöffnet wurden, lagen die Ruinen und die umgebenden Berge noch im morgendlichen Nebel versteckt und waren nur schemenhaft zu erkennen. Ein wahrlich mystischer Anblick!!

Machu Picchu im Morgennebel

Machu Picchu im Morgennebel

Es verwundert nicht, dass bei der Entdeckung 1867 die Inkastadt noch für eine heilige Tempelanlage gehalten wurde, denn der Ort besitzt eine sonderbar magische, wenn nicht spirituelle Aura. Beim Aufstieg auf den Waynapicchu hatten wir die Gelegenheit die majestätische Anlage nocheinmal von erhöhtem Standpunkt im Ganzen zu überblicken.
Machu Picchu bleibt letztlich unbeschreiblich. Es ist einer der Orte, die man nur begreifen kann, wenn man sie mit eigenen Augen gesehen hat.

Blick auf Machu Picchu von Waynapicchu

Machu Picchu

Landwirtschaftliche Terrassen von Machu Picchu

Bald erfaht ihr von unserer aufregenden Fahrt ins zentrale Hochland Perus und von unserer fantastischen Trekkingtour..!

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From → Peru

2 Kommentare
  1. judipuh permalink

    Habt ihr auch Indiana Jones getroffen? Das sind wunderschöne Bilder!
    Love you!

  2. DDlP permalink

    Ihr wart beim Aufstieg ja ganz toll in Form! Mit oder ohne Coca? Die Bilder geben einen Eindruck davon, dass es sich gelohnt hat. Liebe Grüße aus München.

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