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Myanmar – zwei Reisebericht

by - 25 Feb 2010

Vom Inle Lake sind wir nach Mandalay, der zweitgroessten Stadt Myanmars, aufgebrochen. Hier zeigte sich mal wieder deutlich die Rueckstaendigkeit des Landes: staendig mussten die laut knatternden Generatoren angeworfen werden, um Stromausfaelle zu ueberbruecken. Gekocht wurde auf offenen Holzkohleoefen, die auch den Vorteil haben unabhaengig von der Stromversorgung zu funktionieren. Da offenbar nicht alle Haeuser fliessend Wasser haben, gibt es oeffentliche Wasser- und Waschplaetze. Hier wird eimerweise Wasser fuer den Tagesbedarf geholt, sich und die Waesche gewaschen.

Als Abwechslung zu Tempeln und Kloestern haben wir uns abends zum traditionellen burmesischen Tanztheater begeben, wo uns eine sehr professionelle Show erwartet hat. Waehrend unsere Augen von den bunt glitzernden Kostuemen der Taenzer geblendet wurden, haben die Musiker unsere Ohren mit schrillen Toenen aus uns unbekannten Instrumenten gekitzelt. Die Show war wirklich sehenswert – schade nur, dass wir die einzigen Zuschauer waren.

Tanzende Schoenheiten, Tanztheater Mandalay

Sarah uebt sich im traditionellen Xylophon

Am naechsten Abend sind wir zu den legendaeren „Moustache Brothers“ gegangen, die fuer ihre regierungskritische Comedyshow bekannt sind. Zwei der drei Schnurrbaerte haben sich aufgrund ihrer politischen Satire auch schon im Gefaengnis wiedergefunden. Inzwischen ist die Show aber nicht mehr so spitzzuengig – vermutlich nicht zuletzt deshalb, weil jeden Abend ein Regierungsbeamter in der Naehe postiert wird.

Mandalay wird von vielen mehr wegen seiner schoenen Umgebung als wegen der Stadt selbst angesteuert. Wir haben eine Kutschfahrt durch die schoene Landschaft von Inwa mit seinen zahlreichen Tempelruinen sehr genossen. Danach haben wir die Huegel von Sagaing erklommen, die gespickt sind mit unzaehligen goldenen Stupas und Kloestern. Treppengaenge, die sich hoch und runter ueber die Huegelruecken schlaengeln, verbinden die Tempel miteinander und erlauben immer wieder faszinierende Ausblicke.

Nach einer weiteren langen Busfahrt sind wir in Bagan, einer alten Koenigsstadt von Myanmar, angekommen. Heute sind nur noch die Tempelanlagen der Stadt erhalten, weil sie allein aus Stein errichtet wurden. Die Bauwerke verteilen sich ueber ein Gebiet von 36 Quadratkilometern. Am schoensten kann man die unglaubliche Weite und die malerische Schoenheit des Tempelareals aus der Vogelperspektive wahrnehmen. Kein Wunder also, dass Bagan zu den weltbesten Orten fuer eine Ballonfahrt zaehlt. Wir konnten nicht widerstehen, haben tief in die Tasche gegriffen, 275$ pro Person herausgeholt, um am naechsten Tag bei Sonnenaufgang in die Luefte aufzusteigen. Der Ausblick aus dem Ballon ist einfach unbeschreiblich! Die magische Stimmung koennen unsere Fotos wohl nur ansatzweise wiedergeben.

Unser Ballon vor dem Tempelfeld

Ein unvergessliches Erlebnis!Die Ballonfahrt war das Highlight unserer Myanmar-Reise und wird wohl auch fuer die gesamte Reise ein Hoehepunkt bleiben. Uns war es jedenfalls jeden Cent wert!

Tempel von Bagan

Aber nicht nur aus der Luft, sondern auch zu Lande auf dem Fahrrad und bei einer romantischen Kutschfahrt haben wir die Tempelrelikte in den folgenden Tagen erkundet.

Die HotelanlageUnser Relaxing Hotel mit Pool Zum gelungenen Abschluss unseres Myanmar-Aufenthaltes haben wir uns in Bagan im legendaeren Kaday Aung Hotel einquartiert. Legendaer ist dieses Hotel, weil unter Rucksackreisenden immer wieder schwaermerisch von der schoenen Anlage mit Pool und den tollen Zimmern, die nur 15$ kosten, berichtet wird. Den meisten bleibt der Standort des Hotels aber aufgrund einer verwirrenden Namensanederung unbekannt und die Existenz des Hotels ist fuer viele nicht mehr als ein schoenes Geruecht. Wir hatten das Glueck ein nettes Paerchen aus Kanada wiederzutreffen, mit denen wir in Mandalay ein Taxi geteilt haben, und die mehr zufaellig in diesem Hotel untergekommen sind. So sind wir an die wertvollen Kontaktdaten gekommen, haben das Geheimnis gelueftet und einen entspannten Pooltag zu viert verbracht!

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From → Myanmar

One Comment
  1. EElP permalink

    Fesselnd! Stupa ist bei Wikipedia gut erklärt.

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