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Erlebnisse in Zentral-Vietnam

by - 18 Dez 2009

Auf unserem Weg von Saigon in Richtung Hanoi haben wir zunaechst bei dem dem kleinen Staedtchen Hoi An Halt gemacht. Bis vor wenigen Jahren haben die Vietnamesen selbst nicht verstanden, was die Besucher an dem verschlafenen Nest, das doch nur ein paar traditionelle Holzhaeuser und alte Pagoden zu bieten hat, ueberhaupt so interessant finden. Da die Vietnamesen die alten Holzhaeuser lieber durch komfortablere Betonkaesten ersetzen, koennen sie den traditionellen Haeuschen (noch) keinen Charme abgewinnen, aber da die Huetten merkwuerdigerweise zahlreiche Touristen anlocken und sich damit gut Geld verdienen laesst, ist man nun bemueht, die alte Bausubstanz zu erhalten.
Old Houses in Hoi AnSitzecke in der Ahnenkapelle der Tran-Familie
Auch wir fanden es aeusserst spannend einen Blick in die alten Haeuser zu werfen und dabei festzustellen, unter welch einfachen Bedingungen man lebte und auch heute noch vielfach lebt. Wir haben einen Moment gebraucht, um zu verstehen, dass es sich hierbei um die Toilette handelt. Schliesslich ist nicht einmal ein Abfluss sichtbar, man stellt sich lediglich auf die 2 Backsteine, um die Fuesse nicht allzu schmutzig zu bekommen.
Backstein-Toilette im Tan-Ky Haus
Solche Toiletten gehoeren uebrigens nicht unbedingt der Vergangenheit an – einige Tage spaeter haben wir dieses abwassertechnische Meisterwerk an einem Bus-Rasthof nochmal vorgefunden!
Von Hoi An sind wir weiter in die nahe gelegene alte Kaiserstadt Hue gefahren, um in die royale Geschichte Vietnams einzutauchen. Aber was bedeutet da eigentlich „alte“ Kaiserstadt? Die kaiserlichen Anlagen sind gerade mal 200 Jahre alt, aber in einem Land, wo jedes gewoehnliche Haus kaum ein paar Jahrzehnte ueberlebt, ist das tatsaechlich alt! Trotz des fuer europaeischen Verhaeltnissen zarten Alters, haben wir den Spaziergang durch die innerstaedtische Palastanlage – fernab vom tosenden Strassenlaerm – sehr genossen.
Tor der Kaiserstadt in Hue
Am Tag drauf haben wir mit dem Mofa einige der kaiserlichen Grabstaetten, die nur wenige Kilometer vor der Stadt liegen, besucht. Die Kaiser haben sich hier nicht einfach ein Mausoleum in die unberuehrte Natur bauen lassen, sondern man errichtete sich grosszuegige Palastanlagen inmitten einer paradisieschen Parklandschaft mit Flusslaeufen und Fichtenhainen – natuerlich stets unter Beruecksichtigung kosmologischer Energiebahnen und mathematischer Zahlenmystik. Die Grabanlagen sollten nicht nur fuer das Leben nach dem Tod einen idyllischen Aufenthaltsort bieten, auch schon zu Lebzeiten nutzten die Kaiser die Anlagen als Rueckzugsort fuer das Literaturstudium und Meditation.
Khai Dinh's TombTomb of Tu Duc
Zu unserer grossen Enttaeuschung war die historische Tierkampf-Arena aber leider wegen Einsturzgefahr geschlossen! Historische Tierkampf-Arena in Hue leider geschlossen!

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From → Vietnam

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