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Angekommen

by - 31 Okt 2009

Nach fast 20 Stunden Flug sind wir in Bangkok angekommen. Ueberall Essensstaende, knatternde Tuktuks und Buddhafiguren. Wo keine grosse Strasse ist, riecht es nach Raeucherstaebchen. Aber das alles wirkt sofort ganz normal und selbstverstaendlich.

Wir wohnen nahe der legendaeren Khao San Road, dem zentralen Backpackertreff. Hier gibt es super billiges, leckeres Essen, billiges Bier und spottbillige Unterkuenfte. Wir sehen darin aber nicht wie viele andere ein absolutes Backpacker-Paradies, sondern ein fuer und von Westlern geschaffenes Backpackerghetto, in dem eine authentische Erfahrung des thailandischen Alltags kaum moeglich ist. Fuer Bier und Lichterketten mit fremdartigen Schriftzeichen waren wir nicht gekommen. Aber es gibt auch andere Traveller, die nur in den Bars der Khao San rumhaengen und mit den anderen Westlern ihre vermeintlich so einzigartigen Aussteigererfahrungen diskutieren.

Wir haben uns dagegen gleich am ersten Abend auf einen ziellosen Spaziergang begeben und sind bald auf einem Nachtmarkt gelandet, wo Friedrich mit seinen blonden Haaren neugierig beaeugt wurde. Denn hier waren ausser uns kaum andere Westtouris zu sehen.

frittierte Kakerlaken

Am naechsten Tag habe ich es mir als Kunsthistorikerin natuerlich nicht verkneifen koennen, Friedrich gleich in den Koenigspalast mit Kloster sowie ins Nationalmuseum zu zerren. Wir waren beide sehr beeindruckt von Glanz und Schoenheit der Palastanlagen. Die Fotos sagen mehr als 1000 Worte (mehr auf Flickr).

Sarah im Phra Kaeo

Da wir von den Palastanlagen gestern so begeistert waren, haben wir uns auch heute nochmal die volle Ladung Buddha gegeben und sind zum Wat Pho gefahren, wo man einen 45m langen und 15m hohen liegenden Buddha bestaunen kann – im Moment seiner Erleuchtung.

Big reclining Buddha

Heute haben wir aber nicht den Fehler gemacht, an einer Strassenecke nochmal die Karte zu studieren, denn dann stuermen gleich mehrere Thais auf einen zu: „Where do you want go?“ Bei ihren zahlreichen Ratschlaegen wird man aber nicht selten in die Irre geleitet. Oftmals meinen sie es dabei nur gut (manche wollen aber auch nur eine Tuk Tuk Fahrt verkaufen), sie sind aber selbst nur halb informiert. So wie gestern, wo wir auf dem halben Weg zum Grand Palace wieder umgekehrt sind, weil wegen Buddha Day angeblich keine Besucher in Sandalen und Shorts in die Palastanlage reingelassen werden. Das hat auch gestimmt, dass man die benoetigte Kleidung aber kostenlos am Eingang leihen kann, hat uns niemand gesagt…

In einer guten Stunde verlassen wir mit dem Nachtbus Bangkok und bewegen uns Richtung Sueden auf die Insel Koh Tao. Davon berichten wir bei naechster Gelegenheit…

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From → Thailand

5 Kommentare
  1. Schön, dass Ihr es schafft Euch abseits der ausgetreten Pfade zu bewegen. Habt ihr die knusper-Kakerlaken auf dem einen Foto auch gegessen oder nur fotografiert?

  2. Knopfaugen-Max permalink

    Ein Habedehre aus dem oberbayerischen Outback ins Schlaraffenland gerösteter Köstlichkeiten mit vielen Beinen!

    Das fängt ja schon gut an mit euch:
    Die Klamotten müsst ihr euch leihen und der Frischi verliert sowohl Brille als auch Haare… Was für ein Auftakt!

    Ich bin gespannt, was folgt!

    P.S.: Endlich hab ich auch so ein Monster-Bildchen!

    P.P.S.: Ich hab mir gedacht, ich muss dafür sorgen, dass ihr nach eurer Rückkehr eure ehemaligen Mitbewohner noch versteht. Deshalb hier nochmal der Text auf Bairisch:

    Ein Habedehre ausm bairischn Hinterland ins Schlaraffenland grässta Schmankerl mit vui Haxn!

    Des fangt ja scho guad o mit eich:
    Eier Gwand miassts eich leihn und da Frischi verliert sei Bruin und seine Hoor… Sabbralott!

    I bin gspannt, wos als nächsts kimmt!

    P.S.: Endlich hob i aa so a Monster-BUIDL!

    P.P.S.: I hob ma dengt, i muas dafür sorng, dass ihr nach eirer Rückkehr eire oidn Mitbewohner no vaschdähts. Desweng jetzt nomoi der Text auf Bairisch:

    Ein Habedehre ausm bairischn Hinterland ins Schlaraffenland…

  3. EElP permalink

    45 m liegen im Zustand der Erleuchtung, das schaff ich nach meiner Pensionierung auch. Tolle Fotos. Das Essen ist erläuterungsbedürftig. Oder hat es nicht geschmeckt, Sarah? Wo ist die Brille? Myopie wird doch von Längengraden nicht beeinflusst. Koh Tao wirkt bei Google Maps sehr erholsam.

  4. 45 m liegen sollte eine olympische Disziplin sein.

    Re: Brille: Friedrich hat so Tageslinsen.

  5. Bisher sind wir nicht tief genug in die Kultur eingetaucht um uns zu trauen, das zu essen, was von Hotelzimmerboeden aufgelesen wird.

    Sarah beneidet mich sehr um meine kurzen Haare, weil die Haare hier wie eine norwegische Wollmuetze waermen und den Fluessigkeitsausstoss gehoerig antreiben.

    Mit Kontaktlinsen kann ich beim Schnorcheln sogar den Meeresgrund erkennen und sehe den Seeigel rechtzeitig 🙂

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